Wir von AutoDo! lieben Fahrzeuge, sei es nun privater oder beruflicher Natur. Sicherlich stimmen Sie uns zu, wenn wir behaupten, dass das Führen eines Fahrzeugs mit Emotionen wie Unabhängigkeit, Freiheit und Abenteuer in Verbindung gesetzt werden kann. Gibt es denn etwas Besseres, als mit dem Auto Vollgas zu geben? Oder mit dem Motorrad atemberaubende wie kurvenreiche Routen in der Natur zu erleben? Wir meinen: Auf gar keinen Fall!

Ab heute kann es nicht nur teuer werden

Am 28.04.2020 ist die Novellierung der Straßenverkehrsregeln in Kraft getreten, welche neben einer drastischen Verschärfung der Strafen für Fahrzeugführer auch den bevorzugten Schutz für Fußgänger und Fahrradfahrer vorsieht. Die Strafen sehen um ein vielfaches höheres Bußgeld vor, aber auch Punkte in Flensburg können viel schneller ergattert werden. Wer zudem so absolut nicht auf sein Fahrverhalten geachtet hat, kann unter Umständen sogar mit einem Fahrverbot rechnen.

Damit Sie auch weiterhin Spaß am Fahren haben und sich auf abenteuerreiche Routen begeben können, haben wir nachfolgend ein paar Änderungen für Sie zusammengefasst.

In zweiter Reihe halten oder parken

Das war bereits verboten und bleibt auch verboten. Doch anstatt wie bisher mit 20 Euro geahndet zu werden, werden bei einem Verstoß nun mindestens 55 Euro Strafe fällig. 110 Euro Strafe und einen Punkt in Flensburg kostet es, wenn zum eigentlichen Verstoß auch noch Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung dazu kommen.

Das Halten auf dem Fahrrad-Schutzstreifen

Mal eben kurz 3 Minuten auf dem Fahrradstreifen halten, um z.B. etwas in der Handtasche zu suchen, ist nun nicht mehr erlaubt. Der Fahrrad-Schutzstreifen ist mit einer weißen Linie von der restlichen Fahrbahn getrennt und darf laut StVO ausschließlich von Fahrradfahrern befahren werden. Wer beim Halten auf diesem erwischt wird, muss ein Bußgeld i.H.v. 55 Euro zahlen – 100 Euro und ein Punkt in Flensburg sind sogar in schweren Fällen möglich.

Überholen von Zweirädern

Verkehrsschild: Überholverbot von Zweirädern
Verkehrsschild: Überholverbot von Zweirädern

Sie möchten einen Radfahrer überholen? Gerne, aber achten Sie darauf, dass „ausreichend“ Abstand laut StVO eben nicht mehr ausreichend ist. Stattdessen müssen Sie beim Überholen innerorts mindestens 1,5 Meter und außerorts ganze 2 Meter Abstand zum Fahrradfahrer einhalten. Zudem ist es Fahrradfahrern ab sofort erlaubt, auch nebeneinander zufahren, wenn diese den Verkehr dadurch nicht behindern. An engen Stellen werden künftig neu eingeführte Verkehrszeichen „Überholverbot von Zweirädern“ aufgestellt.

Mit dem LKW rechts abbiegen

Sie fahren mit einem über 3,5 Tonnen schweren LKW innerorts und möchten rechts abbiegen? Kein Problem, aber bitte achten Sie auf möglichen Rad- und Fußverkehr und fahren Sie maximal mit Schrittgeschwindigkeit, sollten Sie keinen Tote-Winkel-Warner in Ihrem Fahrzeug integriert haben. Sollten Sie dies nicht beachten, dann kostet Sie dies 70 Euro Strafe und einen Punkt in Flensburg. Ab 2024 wird ein Tote-Winkel-Warner bei Neufahrzeugen dann zur Pflicht.

Das Parken an Kreuzungen

Ab sofort dürfen in Deutschland an Einmündungen und Kreuzungen keine Autos mehr parken. Ab dem Schnittpunkt der Fahrbahnkante gilt ein Mindestabstand von 5 Metern. Gibt es zudem auf der Straße noch einen Radweg, dann muss ein Mindestabstand von 8 Metern eingehalten werden.

Das Parken auf Geh- und Radwegen

Wenn Sie keine 55 Euro wegen Verstoß zahlen möchten, sollten Sie das Parken auf Geh- und Radwegen vermeiden. Behindert Ihr abgestelltes Fahrzeug zudem andere Verkehrsteilnehmer, dann kostet Sie das satte 100 Euro sowie einen Punkt in Flensburg.

Weitere Parkdelikte

Verkehrszeichen Carsharing
Verkehrszeichen Carsharing
  • Sie sollten es vermeiden, auf Schwerbehinderten- sowie E- und Car-Sharing Parkplätzen zu parken, wenn Sie dazu nicht berechtigt sind. Ansonsten zahlen Sie dafür 55 Euro Strafe.
  • Das Parken an einer engen und unübersichtlichen Stelle kostet ab sofort 35 Euro.
  • Parken Sie in einer Feuerwehrzufahrt steigt das Bußgeld auf 55 Euro an. Behindern Sie dadurch auch noch Einsatz- und Rettungsfahrzeuge, dann zahlen Sie satte 100 Euro und bekommen einen Punkt in Flensburg.
  • 55 Euro Strafe kostet auch das Parken auf Geh- oder Fahrradwegen. Behindern Sie Verkehrsteilnehmer zudem zusätzlich mit dem widerrechtlich geparkten Fahrzeug, dann kostet Sie dieses Vergehen ganze 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.
  • Parken Sie in einem Halteverbot, dann bezahlen Sie mindestens 20 Euro an Bußgeld. Ganze 50 Euro Strafe zahlen Sie wiederum, wenn durch dieses Delikt Verkehrsteilnehmer behindert werden und Sie dort länger als eine Stunde parken.
  • Eine Überziehung der Parkuhrzeit bzw. eine fehlende Parkscheibe können, abhängig von der Dauer, bis zu 40 Euro teuer werden, mindestens jedoch 20 Euro.

Die Rettungsgasse

Die Rettungsgasse muss auch dann gebildet werden, wenn keine Verwirklichung einer konkreten Gefahrensituation oder Sachbeschädigung Dritter vorliegt. Sowohl das Nichtbilden einer Rettungsgasse, als auch das Behindern von Einsatzkräften wird geahndet. Das Bußgeld in Höhe von 240, 280 und 320 Euro bleibt unverändert, wird jedoch jeweils mit 2 Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot verschärft. Auch Fahrern, die die Rettungsgasse widerrechtlich nutzen, müssen mit mindestens 240 Euro, 2 Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

Zu schnelles Fahren

Wie eingangs bereits geschrieben, bringt Vollgas geben ein unglaubliches Gefühl von Abenteuer mit sich. Das darf man auch weiterhin: Auf der Autobahn! Und zwar auf den noch uneingeschränkten Strecken. Innerorts führen für PKW-Fahrer bereits 16km/h zu viel zu einem Bußgeld von 70 Euro. Ab 21km/h sind es dann schon 80 Euro, ein Punkt und ein einmonatiges Fahrverbot. Außerorts kosten 16km/h zu viel einen PKW-Fahrer 60 Euro und ab 21km/h dann 70 Euro, einen Punkt und ein einmonatiges Fahrverbot.

Vorfahrtsregel missachten

Jemandem beim Abbiegen die Vorfahrt zu nehmen oder gar nicht durchzulassen, wird mit einem Bußgeld i.H.v. 40 Euro bestraft.  Wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer mit einfließt, sind sogar bis zu 140 Euro, ein Punkt in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot möglich.

Auto-Posing

Ab sofort wird das Verursachen von unnötigem Lärm und Abgas mit bis zu 100 Euro geahndet. Selbiges gilt auch für unnützes herumfahren.

Nutzung von Blitzer-Apps

Blitzer-Apps für Smartphones und Navigationsgeräte warnen den Fahrer vor Blitzern und Radaren in der Nähe. Diese sind ab sofort allerdings verboten und werden mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Weitere Informationen

Dies war lediglich ein Auszug der Neuerungen. Den aktuellen Bußgeldkatalog 2020 können Sie sich unter www.bussgeldkatalog.org herunterladen. Eine PDF steht Ihnen ebenfalls zum Download bereit.

Fahren Sie stets vorsichtig wie umsichtig und achten Sie im Straßenverkehr verstärkt auf andere Verkehrsteilnehmer, um diese aber auch sich selbst vor schlimmen Folgen zu schützen.

Weiterhin gute Fahrt wünscht Ihnen

Ihr AutoDo! Team